Papageifisch Koh Tao
Papageienfische sind essenzielle Riffherbivoren, leicht zu erkennen an ihrem vogelähnlichen Schnabel und den leuchtenden, kaleidoskopischen Farben ihrer Schuppen.
Durch das Abweiden von Algen, die das Riff sonst ersticken würden, erzeugen sie den feinen weißen Sand an Koh Taos Stränden — ein einzelner Papageienfisch kann Hunderte Kilogramm Sand pro Jahr produzieren.
Nachts sondern einige Papageienfischarten einen transparenten Schleimkokon ab, um ihren Geruch vor nachtaktiven Räubern wie Muränen zu verbergen, eine einzigartige Überlebensstrategie, die bei Nachttauchgängen häufig beobachtet wird.
Alles über Papageienfische auf Koh Tao
Papageienfische auf Koh Tao gehören zu den farbenprächtigsten und am häufigsten sichtbaren Meeresbewohnern auf Koh Tao. Sie sind Riff Weidetiere und verbringen etwa 90 % ihres Tages damit, Algen vom Riff zu fressen und so das Riff sauber zu halten.
Dieses Weideverhalten fördert das Korallenwachstum und unterstützt das gesamte Riff Ökosystem, weshalb Papageienfische zu den wichtigsten Arten am Riff zählen.

Wo man Papageienfische auf Koh Tao findet
Papageienfische sind an nahezu allen Tauchplätzen auf Koh Tao und an vielen flachen Stellen beim Schnorcheln zu sehen — ein gutes Zeichen für einen gesunden Korallenriff.
Große Gruppen trifft man oft am Twins Pinnacle (insbesondere an der Flachstelle) sowie an flachen Riffen wie Tanote Bay, Aow Leuk und Mango Bay.
Es ist nicht ungewöhnlich, große soziale Versammlungen von Papageienfischen zu beobachten, die gemeinsam von Griffbereich zu Griffbereich ziehen und grasen.

Wie man Papageienfische erkennt
Papageienfische haben kräftige, massige Körper mit großen Schuppen; die Färbung reicht häufig von türkis blau über grün bis hin zu vollständigen Regenbogen Färbungen.
Ihren Namen verdanken sie den zwei vorderen Zähnen, die zu einem schnabel artigen Gebiss verschmolzen sind und an einen Papageienschnabel erinnern.
Im Rachen besitzen sie ein zweites Zahnsystem (Pharyngeal Zähne), mit dem verschlucktes Korallengestein und Krebstiere zerkleinert und gemahlen werden.
Große Schulen von Papageifischen arbeiten oft in Eintracht wie eine „aquatische Herde“; sie sind sehr sozial und schwimmen häufig nahe an Tauchern und Schnorchlern vorbei, während sie ihre Riff Arbeit verrichten.
Merkmale & Verhalten der Papageienfische
Papageienfische ähneln ihren Verwandten, den Lippfischen (Warten), und bewegen sich oft mit den Brustflossen statt primär mit dem Schwanz.
Sie sind Allesfresser; die Nahrung besteht hauptsächlich aus Algen und Korallenpolypen, zusätzlich werden gelegentlich Krebstiere gefressen.
Papageienfische sind omnivor.
Die Lebenserwartung beträgt bis zu etwa 14 Jahre; die Körperlänge kann bis etwa 1 Meter erreichen.
Papageienfische leben sozial in Harems mit einem dominanten Männchen („Super-Male“). Stirbt das dominante Männchen, kann sich ein Weibchen sexuell umwandeln und seine Rolle übernehmen.
Wenn dieses Supermännchen stirbt, wandelt sich eines der Weibchen und übernimmt die Rolle des dominanten Männchens.

Interessante Fakten über Papageienfische
Durch das Zerkauen von Korallen produzieren Papageienfische Sand: zerkautes Korallen Material wird als Sand ausgeschieden — ein einzelner Papageienfisch kann so bis zu etwa 1 Tonne Sand pro Jahr erzeugen.
Korallen werden zerkleinert und als Sandpartikel ausgeschieden; ein einzelner Papageienfisch kann so bis zu einer Tonne Sand pro Jahr produzieren.
Ihre Zähne bestehen aus Fluorapatit, einem der härtesten Minerale und härter als Gold, Kupfer oder Silber.
Sandpartikel und Papageienfische.
Papageienfische können eine schleimige Blase aus dem Mund aufbauen, die als Schlafzimmer dient.
Wissenschaftler untersuchen, ob diese Blase den Geruch maskiert, vor nächtlichen Räubern schützt oder als Alarm-Mechanismus beim Platzen fungiert.

